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Video-Projekt «Mein Beruf»

Die Beiträge von 2025 sind jetzt online

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Wie finde ich passende Lernende?

Im Wesentlichen tragen drei Dinge dazu bei: Sorgen Sie aktiv dafür, dass man Ihre Firma als guten Ausbildungsbetrieb kennt. Nutzen Sie das ganze Spektrum von potentiellen Lernenden. Und nutzen Sie die Tipps erfahrener Ausbildner bei der Auswahl von Kandidaten.

Der Berufsinfotag und unser Lehrstellenmarkt unterstützen Sie dabei, Ihre Bekanntheit zu erhöhen und Ihren Betrieb und Lehrberufe interessierten Jugendlichen zu zeigen. Ihre motivierten Lernenden sind die besten Botschafter, um andere Jugendliche für Ihren Betrieb und Beruf zu begeistern.

Besonders motivierte Lehranwärter finden Sie oft bei Kandidaten, die sich bewusst sind, dass die Berufsausbildung eine grosse oder einmalige Chance für sie ist. Dazu gehören oft auch Migranten, Flüchtlinge und Erwachsenen, die noch keine Ausbildung machen konnten. Nutzen Sie also das ganze Spektrum.

Leistungswillige und -fähige Jugendliche bekommen mit der Berufsmaturität einen zusätzlichen Mehrwert. Die BMS verbindet die berufliche Grundbildung mit erweiterter Allgemeinbildung und öffnet den Zugang zu den Fachhochschulen. Die zusätzliche Abwesenheit vom Betrieb wird durch die gestärkte Motivation und Leistungsbereitschaft dieser Lernenden meistens mehr als kompensiert.

Worauf achten erfahrene Ausbildner bei der Auswahl ihrer Lernenden?

Spontaner Eindruck

Ist der Jugendliche offen, ehrlich, interessiert und motiviert?

Berufsmotivation

Motivation, Interesse, Arbeitshaltung etc. lassen sich am besten in Schnupperlehren und im Gespräch abklären. Sind Sie unsicher, ob die Berufswahl passt, holen Sie Referenzen ein oder machen Sie auf die Berufsberatung aufmerksam.

Eignung

Der kantonale Gewerbeverbund Zürich hat die Anforderungsprofile der verschiedenen Berufe definiert, siehe anforderungsprofile.ch. Beachten Sie aber auch: «Eignungstests» sind in erster Linie Wissenstests. Motivation und andere Schlüsselqualifikationen, Arbeitshaltung und praktische Fähigkeiten werden nicht gemessen. Schulnoten und die Motivation geben stärkere Hinweise auf den Lernerfolg. Machen Sie als Berufsbildner den Test selber, schauen Sie sich die Aufgaben an, überprüfen Sie, welche Bedeutung diese Aufgaben für den Lehrerfolg in Ihren Augen haben.

Zeugnisnoten

Noten sind eine schulische Gesamtbeurteilung und schliessen teilweise das Verhalten und die Arbeitshaltung mit ein.

Team-Mitsprache

Beziehen Sie die direkt betroffenen Mitarbeiter und Lernende in das Verfahren mit ein.

Einbezug der Eltern

Laden Sie die Eltern oder ev. Betreuungspersonen zu einem Gespräch ein. Dann wissen Sie mehr darüber, wie der Jugendliche unterstützt wird und in welchem Umfeld er lebt. Und Sie schaffen eine Basis für eine künftige Zusammenarbeit.

Referenzen

Scheuen Sie sich nicht, Referenzen einzuholen beim Lehrer, der Berufsberaterin oder dem vorgängigen Schnupperlehrmeister. Referenzen sind Vertrauenssache. Nehmen Sie deshalb Gelegenheiten wahr, Ihre Referenzpersonen persönlich kennenzulernen.

Zu- und Absagen

Die Jugendlichen sind Ihnen sehr dankbar, wenn sie nicht zu lange auf einen Entscheid warten müssen und Sie allfällige Absagen möglichst konkret und offen begründen.

Nach der Zusage

Um zu vermeiden, dass Ihre zukünftigen Lernenden nach der Zusage mit den schulischen Leistungen nachlassen, können Sie vereinbaren, dass die Jugendlichen Ihnen bei Lehrbeginn ihre Schulabschlusszeugnisse zeigen und dass Sie bestimmte Noten erwarten.

Alternativen zur Lehre

Neben der regulären Lehre können bei Bedarf auch andere Ausbildungsverhältnisse in Betracht gezogen werden: Lehrbetriebsverbund, Vorlehre oder Praktikum.